- Artikel-Nr.: 60-322
Geocaching Since 2000 Geocoin - 25 Jahre Geocaching
- Trackable auf geocaching.com
- ca. 5 cm groß
- Neu, OVP und unaktiviert
- 25 Jahre Geocaching
Am 3. Mai wollte der Computerberater Dave Ulmer, ein begeisterter Nutzer, die Genauigkeit von GPS-Geräten testen, indem er ein Navigationsziel im Wald versteckte. Er nannte die Idee die „Große Amerikanische GPS-Versteckjagd“ und teilte sie in einer Online-Gruppe für GPS-Nutzer. Die Idee war einfach: Einen Behälter im Wald verstecken und die Koordinaten mit einem GPS-Gerät notieren.
Der Finder musste den Behälter dann nur mit seinem GPS-Empfänger orten. Die Regeln für den Finder waren simpel: „Nimm etwas mit, lass etwas da.“
Am 3. Mai platzierte er seinen eigenen Behälter, einen schwarzen Eimer, in einem Waldstück bei Beavercreek, Oregon, in der Nähe von Portland. Neben einem Logbuch und einem Bleistift legte er verschiedene Preise hinein, darunter Videos, Bücher, Software und eine Steinschleuder. Er teilte den Wegpunkt seines Verstecks mit der Online-Community auf sci.geo.satellite-nav:
N 45° 17.460 W 122° 24.800
Innerhalb von drei Tagen lasen zwei verschiedene Leser im Internet von seinem Versteck, nutzten ihre eigenen GPS-Empfänger, um den Behälter zu finden, und teilten ihre Erfahrungen online. In der darauffolgenden Woche begannen weitere, begeistert von der Idee, Verstecke zu suchen und wiederzufinden, ihre eigenen Behälter zu verstecken und die Koordinaten zu veröffentlichen. Wie so viele neue und innovative Ideen im Internet verbreitete sich auch dieses Konzept schnell – nur dass man hierfür seinen Computer verlassen musste.
Innerhalb des ersten Monats begann Mike Teague, der Ulmers Versteck als Erster gefunden hatte, die online veröffentlichten Koordinaten aus aller Welt zu sammeln und auf seiner Homepage zu dokumentieren. Die Mailingliste „GPS Stash Hunt“ wurde eingerichtet, um die aufkommende Aktivität zu diskutieren. Aufgrund der negativen Assoziationen des Begriffs „Versteck“ wurden sogar alternative Bezeichnungen vorgeschlagen. Eine davon war „Geocaching“.
Der Begriff „Geocaching“, erstmals am 30. Mai 2000 von Matt Stum auf der Mailingliste „GPS Stash Hunt“ geprägt, ist eine Kombination zweier bekannter Wörter. Das Präfix „geo“ für Erde beschreibt den globalen Charakter der Aktivität und verweist gleichzeitig auf bekannte Themen im Zusammenhang mit GPS, wie beispielsweise Geografie.
„Caching“, abgeleitet von „Cache“, hat zwei Bedeutungen und passt daher hervorragend zu dieser Aktivität. Das französische Wort stammt aus dem Jahr 1797 und bezeichnete ursprünglich ein Versteck, in dem Gegenstände vorübergehend aufbewahrt wurden. Der Begriff „Cache“ weckt Assoziationen mit Pionieren, Goldgräbern und sogar Piraten. Auch heute noch wird er in den Nachrichten verwendet, um versteckte Waffenlager zu beschreiben.
Die zweite Bedeutung von „Cache“ findet sich in jüngerer Zeit in der Technologie. Der Arbeitsspeicher (Cache) dient dem schnellen Abruf häufig genutzter Informationen. Ihr Webbrowser speichert beispielsweise Bilder auf der Festplatte, sodass Sie nicht jedes Mal dasselbe Bild laden müssen, wenn Sie ähnliche Seiten besuchen.
Die Kombination aus Erde, Verstecken und Technologie machte Geocaching zu einem treffenden Begriff für diese Aktivität. Allerdings war „GPS-Versteckjagd“ die ursprüngliche und gebräuchlichste Bezeichnung, bis Mike Teague sie im September 2000 an Jeremy Irish weitergab.